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Abrechnungsperiode
Die Abrechnungsperiode ist der Stichtag oder Zeitraum eines Zertifikates, der zur Berechnung des Rückzahlungsbetrags zugrunde gelegt wird. Bei den meisten Zertifikaten wird als Abrechnungsperiode nur ein Stichtag berücksichtigt. Dies gilt unter anderem für Index-, Discount- oder Bonus-Zertifikate. Bei Basket-Zertifikaten erstreckt sich der Abrechnungszeitraum in der Regel über einen größeren Zeitraum;bei diesem Verfahren wird meist ein arithmetischer Mittelwert der Schlusskurse ermittelt, dessen Endwert im Endeffekt den Rückzahlungswert bestimmt.
Absicherungsniveau
Ein Absicherungsniveau (auch Barriere) ist ein Begriff aus der Welt der Bonus-Zertifikate. Das Absicherungsniveau ist ein bei Emission festgelegtes Kursniveau, das zu keinem Zeitpunkt von dem Underlying unterschritten werden darf, da sonst der Bonus-Betrag nicht mehr rückerstattet wird.
Absoluter Spread
Der Begriff absoluter Spread bezeichnet die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs. Wird ein Zertifikat zu 10 Euro gekauft, und bietet der Emittent im selben Moment einen Rückkaufkurs von 9,95 Euro, so beträgt der absolute Spread exakt fünf Cent. Der absolute Spread ist für Vergleichszwecke unterschiedlicher Zertifikate ungeeignet, da das Bezugsverhältnis gänzlich unberücksichtig bleibt. Der homogenisierter Spread berücksichtigt das.
Agio
Auch Aufgeld oder Ausgabeaufschlag genannt. Agio ist der Betrag, den der Börsenkurs um den inneren Wert einer Anlage übersteigt;es handelt sich sozusagen um einen Aufpreis. Bei Zertifikaten fällt ein Agio meist bei Basket-Zertifikaten oder aktiv gemanagten Strategie-Zertifikaten an.
Aktie
Eine Aktie ist eine Urkunde, die ein bestimmtes Anteilsrecht auf das Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft. Der Aktionär, sprich der Inhaber der Aktie, ist somit Miteigentümer der Firma.
Aktien-Index
Aktien-Indizes sind simulierte Portfolios, die nach bestimmten vorher definierten Regeln zusammengestellt und fortlaufend berechnet werden. Der DAX (Deutscher Aktien-Index) beinhaltet beispielsweise die 30 umsatzstärksten deutschen Unternehmen. Ein Aktien-Index erlaubt es, die Kursentwicklung mehrerer Aktien übersichtlich zu verfolgen, und liefert eine gute Indikation über die Verfassung des Gesamtmarktes.
Aktien/Index-Anleihen Classic
Offizielle Produktbezeichnung der Commerzbank AG für deren Aktien/Index-Anleihen.
Aktien/Index-Anleihen PlusPro
Offizielle Produktbezeichnung der Commerzbank AG für Anleihen mit zusätzlicher Barriere. Die Produkte der PlusPro-Familie ähneln daher den Bonus-Zertifikaten;sie unterscheiden sich aber dadurch, dass die Möglichkeit auf Kupon-Zahlung besteht.
Aktienanleihe
Auch Reverse-Convertible oder Equity-Linked-Bond genannt. Die Kuponzahlung hängt von der Kursentwicklung der Aktie ab. Aktienanleihen sind meist mit einem Absicherungsniveau ausgestattet, das der Kursverlauf nicht unterbieten darf, um die Rückzahlung nicht zu gefährden.
Aktiv gemanagte Zertifikate
Diese Zertifikate werden von Fonds und Vermögensverwaltern aktiv betreut. Ein aktiv gemanagtes Zertifikat erlaubt dem Anleger, an der Entwicklung eines aktiv gemanagten Portfolios teilzuhaben, das unter Umständen auch vollständig in Zertifikate investiert. Dabei beschränkt sich der Anleger nicht auf einzelne Indizes, sondern vertraut auf das Können der Manager, die Timing- und Selektionsentscheidungen treffen. Bei aktiv gemanagten Zertifikaten fallen deshalb in der Regel Management-Gebühren an.
Alpha
Das Alpha ist eine Kennziffer, die die Outperformance des Basiswertes gegenüber einem Benchmark berechnet. Das Alpha ist somit eine Kennziffer aus dem Areal der Relativen Stärke. Es sollte vor allem vor der Investition in aktiv gemangte Zertifikate beachtet werden.
Am-Geld
Liegt der Kurs des Underlyings eines Derivats am Strike-Preis, so steht das Derivat am-Geld. Angenommen, Sie kaufen ein Discount-Zertifikat auf den EuroSTOXX. Der CAP liegt bei 3.000 Punkten. Aktuell notiert der DAX bei 3.008,13. Trotz einer geringen Abweichung notiert dieses Beispiel-Zertifikat am-Geld.
Amerikanische Ausführungsart
Begriff aus der Options- und Optionsscheinwelt. Zertifikate werden hauptsächlich durch den Einsatz von Optionen konstruiert. Bei einer amerikanischen Ausübungsart kann die Option(der Optionsschein) zu jedem frei wählbaren Zeitpunkt innerhalb der Laufzeit vom Halter ausgeführt werden. Gegenteil: europäische Ausführungsart
Andienung
Wenn statt des Nominalbetrages das Aktienpaket am Ende der Laufzeit rückerstattet wird, so spricht man von einer Andienung.
Anlage-Zertifikat
Als Anlage´-Zertifikate werden Derivate bezeichnet, die im Gegensatz zu Futures und Optionen nicht risikoreicher sind als ein Direktinvestment in den zugrunde liegenden Basiswert.
Ask-Kurs
Siehe Briefkurs
At-the-Money
Siehe Am-Geld
Aufgeld
Siehe Agio
Aus-dem-Geld
Ein Derivat notiert aus-dem-Geld, wenn das aktuelle Kursniveau unter dem Strike-Preis eines Derivates liegt. Durch diesen Umstand besitzt das Investment keinen Inneren Wert, sondern ausschließlich einen Zeitwert, der auch Optionsprämie genannt wird.
Ausgabeaufschlag
Siehe Agio
Quelle: "Alles was Sie über Zertifikate wissen müssen", Dr. Harengel, Scheuble - FinanzBuch Verlag
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